{"id":1142,"date":"2018-10-06T11:31:08","date_gmt":"2018-10-06T09:31:08","guid":{"rendered":"http:\/\/www.andreschulz.de\/wordpress\/?p=1142"},"modified":"2018-10-19T16:27:57","modified_gmt":"2018-10-19T14:27:57","slug":"the-soap-girls-pooca-bar","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.andreschulz.de\/wordpress\/2018\/10\/06\/the-soap-girls-pooca-bar\/","title":{"rendered":"The Soap Girls (Pooca Bar)"},"content":{"rendered":"\n<p><a href=\"http:\/\/www.andreschulz.de\/wordpress\/2017\/06\/26\/konzertliste-1980-bis-jetzt\/\">Konzertliste&#8230;<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Eigentlich hei\u00dfen sie Camille und Noemie DeBray, sind in Frankreich geboren, aber in S\u00fcdafrika, in Kapstadt aufgewachsen. Dort, so reklamieren sie, h\u00e4tten sie f\u00fcr wohlt\u00e4tige Zwecke Seife verkauft, und so erkl\u00e4re sich der Bandname &#8222;Soapgirls&#8220;. M\u00f6glicherweise stimmt die Geschichte sogar. 2011 erschien bei Universal Music ihr erstes Album im Electro Pop Stil. Von diesem Stil haben sie sich inzwischen aber v\u00f6llig getrennt, den Vertrag mit dem Label gek\u00fcndigt und zwei Alben selber produziert: &#8222;Calls for Rebellion&#8220; mit 16 St\u00fccken erschien 2016. &#8222;Society Rejects&#8220; mit weiteren 15 St\u00fccken folgte 2017. Die St\u00fccke bewegen sich zwischen Punkt und Grunge, sind laut und kr\u00e4ftig. &#8222;Revolt Rock\u201c nennen die Soapgirls selber ihren Stil. Seit zwei Jahren befinden sich die jungen Damen mit ihrem Drummer und der Tour Managerin, niemand anderes als ihre Mutter Posh DeBray, nun offenbar auf einer Art Dauertournee, meist durch England, zuletzt durch Mitteleuropa, quer durch Deutschland bis nach Italien und wieder zur\u00fcck. Ihre Tour dokumentieren sie selber sehr intensiv auf den \u00fcblichen Social Media Kan\u00e4len, Twitter (mit weit \u00fcber 40.000 (!) Tweets und Re-Tweets), Facebook, Instagram und vermutlich noch einigen mehr. Sie nehmen kleine Filmschnipsel mit witzigen Statements auf und kokettieren mit ihrer Vorliebe f\u00fcr luftige Kleidung. Motto: &#8222;Clothes don\u2019t play instruments&#8220;. Die exhibitionistische Attit\u00fcde wird auf \u00fcberzeugende Weise als gesellschaftspolitisches Statement verkauft. <br\/>Relativ kurzfristig wurde auf der Tour noch ein Gig nach Hamburg gelegt. Als Auftrittsort hatte wer auch immer die Pooca Bar am Hamburger Berg ausgew\u00e4hlt \u2013 nicht gerade die erste Adresse f\u00fcr Bandauftritte. Am Samstagabend gilt die Pooca Bar unter jungen Kiezg\u00e4ngern zwar als Geheimtipp, man steht dann dort dicht auf dicht im Halbdunkel. Bei Licht betrachtet vermittelt die leere \u201eBar\u201c allerdings das Bild einer ziemlich herunter gekommenen kleine Kaschemme \u2013 was ja nicht hei\u00dft, dass man sich dort nicht gut die Zeit totschlagen kann. In einer Ecke gibt eine kleine Erh\u00f6hung, die als B\u00fchne durchgehen kann. Als Einlasszeit war 20 Uhr vorgesehen, aber die Soapgirls, offenbar sp\u00e4ter eingetroffen, ben\u00f6tigten noch ein wenig Zeit, um den Soundcheck abzuschlie\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ihr schon etwas ramponierter und zerbeulter Tourbus, eine Ford Transit Minibus, steht gleich vor der T\u00fcr der Bar. Der riesige M\u00fcllhaufen auf dem Amaturenbrett zeugt vom anstrengenden Musikerleben auf Tour. Vor dem Auftritt erledigt Noemie DeBray noch auf der B\u00fchne sitzend ihre Maske, w\u00e4hrend Camille versucht, ein paar Merchandise-Artikel aus einem gro\u00dfen Metallkoffer zu verkaufen. Das gelingt auch deshalb nicht, weil sich nur sehr wenige Zuschauer in die Kneipe verlaufen haben, vielleicht zwanzig an der Zahl. Einige sehen aus, als w\u00fcrden von Geburt an zu den Stammg\u00e4sten der Bar geh\u00f6ren und seien nur deshalb anwesend, weil sie es immer sind. Die Geb\u00fchr f\u00fcr den Eintritt ist \u00fcbersichtlich, 12 Euro im Vorverkauf, 14 Euro an der Abendkasse. Wenn die Band nicht zu viel von den Einnahmen an den Barbesitzer abtreten musste, hatte sie an diesem Abend also vielleicht 300 Euro eingenommen. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"1500\" src=\"http:\/\/www.andreschulz.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Soapgirls-Poocabar-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1145\" srcset=\"http:\/\/www.andreschulz.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Soapgirls-Poocabar-1.jpg 1000w, http:\/\/www.andreschulz.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Soapgirls-Poocabar-1-200x300.jpg 200w, http:\/\/www.andreschulz.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Soapgirls-Poocabar-1-768x1152.jpg 768w, http:\/\/www.andreschulz.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Soapgirls-Poocabar-1-683x1024.jpg 683w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><figcaption>Die Soapgirls sind laut<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>F\u00fcr den Auftritt war die Gruppe aus Arnstadt (Harz) und Berlin angereist. Zwei Tage sp\u00e4ter wollten sie in Brandenburg spielen und dann mit Gigs in Cottbus, L\u00fcbbenau, und Tr\u00fcbbach Richtung Bodensee weiterreisen. Ende Oktober sollte es \u00fcber die Niederlande zur\u00fcck nach England gehen. Auf dem Tourplan der Soapgirls-Webseite sind von Ende April bis November 2018 \u00fcber 100 Auftrittsorte eingetragen. Unglaublich! Hoffentlich sind an den anderen Orten mehr Zuschauer als in der Pooca Bar in Hamburg. Verdient haben sie es.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"782\" src=\"http:\/\/www.andreschulz.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Soapgirls-Poocabar.jpg\" alt=\"The Soapgirls\" class=\"wp-image-1159\" srcset=\"http:\/\/www.andreschulz.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Soapgirls-Poocabar.jpg 1000w, http:\/\/www.andreschulz.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Soapgirls-Poocabar-300x235.jpg 300w, http:\/\/www.andreschulz.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Soapgirls-Poocabar-768x601.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><figcaption>Spa\u00df an der Musik: The Soapgirls<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Weder vom etwas merkw\u00fcrdigen Auftrittsort, noch von der etwas entt\u00e4uschenden Zuschauerzahl lie\u00dfen die Soapgirls sich die gute Laune verderben. Um 21 Uhr ging es los und mit den ersten Akkorden war den Zuschauern klar, dass dieser Abend sehr laut werden w\u00fcrde. Die beiden jungen Damen sind auf eine schnoddrige Art sehr witzig, machen lustige Ansagen zwischen den St\u00fccken und erz\u00e4hlen Schoten aus ihrem offenbar bewegten Leben. Dann folgt eines ihrer zumeist kr\u00e4ftigen und wuchtigen St\u00fccke. Noemie ist der \u201epolitische\u201c Kopf der kleinen Band und \u00fcbt sich w\u00e4hrend sie ihren Bass zupft, mit akrobatischen \u00dcbungen. Camille spielt die Leadgitarre, gibt lustige Stichworte und hat gro\u00dfen Spa\u00df an der Musik, an ihrem Gitarrenspiel und an den Reaktionen im Publikum. Besonders Noemie ist ein echte Rampensau und \u00fcbt sich in eigentlich ja m\u00e4nnlichen Macho-Rockerposen, am liebsten dort, wo ein Blitzlicht aufscheint. Im Hintergrund arbeitet sich der Drummer an seinem Rhythmusinstrument ab, hat mit der Show aber sonst nichts zu tun. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed-youtube wp-block-embed is-type-rich is-provider-handler-einbetten\">\n<iframe loading=\"lazy\" title=\"The Soapgirls Hamburg Poocabar 2018\" width=\"500\" height=\"281\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/2iYLuFZ-Dq8?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe>\n<\/figure>\n\n\n\n<p>Nach etwa 90 Minuten intensiven Musikvortrages werden die letzten St\u00fccke angek\u00fcndigt. Zwei Freiwillige m\u00fcssen zwischendurch auf der B\u00fchne mitsingen, in diesem Fall Hartmut und Horst. Zum Schluss br\u00fcllen sie \u201e I am a Bitch\u201c ins Mikrofon, was in ihrem Fall nicht ganz der Wahrheit entspricht. Das Konzert geht aber noch weiter. Nach dem letzten St\u00fcck folgt das allerletzte und noch ein allerletztes. Am liebsten w\u00fcrden sie gar nicht aufh\u00f6ren, Das kleine, aber aufmerksame Publikum goutiert dies mit freundlichem Applaus und Jubel nach jedem St\u00fcck. Irgendwann ist dann aber doch Schluss. Die Damen bedanken sich und packen ihre Sachen ein. Es geht wohl am gleichen Abend noch weiter nach Brandenburg. Die Soapgirls sind echte Punks.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/thesoapgirls.com\/\" target=\"_blank\">The Soapgirls Homepage<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Konzertliste&#8230; Eigentlich hei\u00dfen sie Camille und Noemie DeBray, sind in Frankreich geboren, aber in S\u00fcdafrika, in Kapstadt aufgewachsen. 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