{"id":1695,"date":"2021-10-13T19:21:51","date_gmt":"2021-10-13T17:21:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.andreschulz.de\/wordpress\/?p=1695"},"modified":"2021-10-13T19:21:52","modified_gmt":"2021-10-13T17:21:52","slug":"zum-tod-von-oliver-libaux","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.andreschulz.de\/wordpress\/2021\/10\/13\/zum-tod-von-oliver-libaux\/","title":{"rendered":"Zum Tod von Oliver Libaux"},"content":{"rendered":"\n<p>Anfang Oktober meldete Nouvelle Vague auf Facebook, Instagram und ihrer Webseite den Tod von Oliver Libaux.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"926\" height=\"598\" src=\"http:\/\/www.andreschulz.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/instagram.jpg\" alt=\"Melanie Pain auf Instagram\" class=\"wp-image-1698\" srcset=\"http:\/\/www.andreschulz.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/instagram.jpg 926w, http:\/\/www.andreschulz.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/instagram-300x194.jpg 300w, http:\/\/www.andreschulz.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/instagram-768x496.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 926px) 100vw, 926px\" \/><figcaption>Instagram Account von Melanie Pain<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Oliver Libaux, am 5. Mai 1964 in Boulogne-sur-Mer geboren, begann schon w\u00e4hrend seiner Schulzeit auf dem Gymnasium mit dem Gitarrenspiel. In seiner Studienzeit in Paris lernte er J\u00e9r\u00f4me Rousseaux kennen und gr\u00fcndete mit ihm 1989 die Band Les Objets. Die beiden Musiker orientierten sich am Indie-Stil britischer Gitarrenbands wie The Smith, The Go-Betweens oder Monochrome Set.<\/p>\n\n\n\n<p>In dieser Zeit arbeitete Libaux schon mit verschiedenen Musikern zusammen und bet\u00e4tigte sich auch als Musikproduzent. 2004 gr\u00fcndete Oliver Libaux zusammen Marc Collin dann sein erfolgreichstes Project, Novelle Vague. Der Name der Gruppe nimmt Bezug auf die Musikbewegung des \u201eNew Wave\u201c, die in den 1980er Jahren in der Folge der Punkbewegung in verschiedenen Auspr\u00e4gungen popul\u00e4r wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Nouvelle Vague spielte nun Coverversionen von bekannten St\u00fccken von New Wave Gruppen wie The Cure, Depeche Mode, The Cramps, XTC, The Clash, Public Image Limited, Joy Division, Tuxedomoon, Modern English oder The Undertones und arrangierte die Hits im Bossanova Stil.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Idee stammte urspr\u00fcnglich von Marc Collin, der 2003 Oliver Libaux vorschlug, den Mega-Hit von Joy Division \u201eLove will tear us apart\u201c in einer Bossanova Coverversion aufzunehmen. Da die beiden Musiker Spa\u00df am Ergebnis hatten, nahmen sie gleich auch noch im gleichen Stil die St\u00fccke \u201eJust Can&#8217;t Get Enough\u201c (Depeche Mode) und \u201eGuns Of Brixton\u201c (The Clash).<\/p>\n\n\n\n<p>Oliver Libaux und Marc Collin lie\u00dfen die St\u00fccke von jungen ausdrucksstarken S\u00e4ngerinnen vortragen und begleiteten diese mit ihren Instrumenten bei vielen Live-Shows. Die Arrangements erinnerten an Filmusiken, f\u00fcr die Oliver Libaux auch ein besonderes Faible hatte.<\/p>\n\n\n\n<p>Am ersten Album mit dem schlichten Titel \u201eNouvelle Vague\u201c waren acht S\u00e4ngerinnen beteiligt, darunter einige bislang unbekannte Vokalistinnen wie Eloisia, Camille (mit vier Songs) und M\u00e9lanie Pain (zwei Songs). Weitere S\u00e4ngerinnen f\u00fcr Nouvelle Vague waren Mareva Galanter, Elodie Fr\u00e9g\u00e9, Gerald Toto, Helena Noguerra, Liset Alea und Jenia Lubich. Oliver Libaux schrieb seinem Kollegen Marc Collin ein gro\u00dfes Talent bei der Entdeckung der S\u00e4ngerinnen f\u00fcr Nouvelle Vague zu. Das Album war ein kommerzieller Erfolg und wurde 500.000 Mal verkauft.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei den zahlreichen Live-Shows wurden vor allem M\u00e9lanie Pain, Phoebe Kildeer und Nadea Miranda zu den bekanntesten Gesichtern der Gruppe. Oft engagierte Nouvelle Vague in den verschiedenen Auftrittsl\u00e4ndern auch lokale S\u00e4ngerinnen. Die beiden Instrumentalisten hielten sich bei den Live-Auftritten dezent im Hintergrund und \u00fcberlie\u00dfen den S\u00e4ngerinnen der Band die B\u00fchne, wobei Nouvelle Vague stets mit zwei S\u00e4ngerinnen auftrat.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"775\" src=\"http:\/\/www.andreschulz.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/Dsc08470a-1024x775.jpg\" alt=\"Oliver Libaux, Phoebe Kildeer, Melanie Pain\" class=\"wp-image-1699\" srcset=\"http:\/\/www.andreschulz.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/Dsc08470a-1024x775.jpg 1024w, http:\/\/www.andreschulz.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/Dsc08470a-300x227.jpg 300w, http:\/\/www.andreschulz.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/Dsc08470a-768x581.jpg 768w, http:\/\/www.andreschulz.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/Dsc08470a-1536x1162.jpg 1536w, http:\/\/www.andreschulz.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/Dsc08470a-2048x1549.jpg 2048w, http:\/\/www.andreschulz.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/Dsc08470a-80x60.jpg 80w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Oliver Libaux, Phoebe Kildeer, Melanie Pain<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"738\" src=\"http:\/\/www.andreschulz.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/Dsc08439a-1024x738.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1700\" srcset=\"http:\/\/www.andreschulz.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/Dsc08439a-1024x738.jpg 1024w, http:\/\/www.andreschulz.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/Dsc08439a-300x216.jpg 300w, http:\/\/www.andreschulz.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/Dsc08439a-768x553.jpg 768w, http:\/\/www.andreschulz.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/Dsc08439a-1536x1106.jpg 1536w, http:\/\/www.andreschulz.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/Dsc08439a-2048x1475.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>&#8230; und Marc Collins am Keyboard<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>H\u00e4ufig spielte die Band im Rahmen von Musikfestivals Festivals. Mit einer Nordamerika-Tournee 2010 erlangte Nouvelle Vague auch in den USA und in Kanada Bekanntheit.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit ihren ungew\u00f6hnlichen, oft weichen und sinnlichen Arrangements der in ihren Urversionen zumeist h\u00e4rteren New Wave und Punks Songs hauchten Nouvelle Vague den zumeist \u00fcber 20 Jahre alten New Wave-St\u00fccken neues Leben ein und trug zur neuerlich Popularisierung der Originalversionen bei. In den 2010er Jahren waren die coolen Nouvelle Vague Versionen der Songs bisweilen popul\u00e4rer als die Originale. Songs wie \u201eDance with me\u201c (Lords of the new Church), Bela Lugosi\u2019s Dead (Bauhaus), Eisb\u00e4r (Grauzone) oder Human Fly (Cramps) entwickelten sich in der Nouvelle Vague Version zu eigenst\u00e4ndigen Songs und wurden Hits.<\/p>\n\n\n\n<p>Dem erfolgreichen Deb\u00fctalbum \u201eNouvelle Vague\u201c folgte 2006 das ebenso erfolgreiche Bande \u00e0 Part. Es enthielt unter anderem Coverversionen von &#8222;Ever Fallen in Love (With Someone You Shouldn&#8217;t&#8217;ve)&#8220; von den Buzzcocks, &#8222;Blue Monday&#8220; von New Order, &#8222;The Killing Moon&#8220; von Echo &amp; the Bunnymen, &#8222;Don&#8217;t Go&#8220; von Yazoo, &#8222;Eisb\u00e4r&#8220; der deutschen Band Grauzone und &#8222;Heart of Glass&#8220; von Blondie.<\/p>\n\n\n\n<p>2009 folgte das Album \u201e3\u201c, auf dem auch Duette mit den S\u00e4ngern der Originalversionen ver\u00f6ffentlicht wurden.<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;\u201eCouleurs sur Paris\u201c (2010) enthielt Coverversionen von franz\u00f6sischen Bands aus den 1970 und 1980er Jahren. \u201eI Could Be Happy\u201c (2016) war eine Mischung aus Coverversionen eher unbekannter Gruppe und Eigenkompositionen. Au\u00dferdem wurden zwei Digitalalben, Live-Mitschnitte und Compilation-Alben ver\u00f6ffentlicht. 2019 erschien noch \u201eCuriosities\u201c mit Coverversionen, die es in keines der bisherigen Alben geschafft hatten.<\/p>\n\n\n\n<p>2011 gr\u00fcndete Oliver Libaux auch die Band \u201eUncovered Queens of the Stone Age\u201c, um mit dieser ausschlie\u00dflich Coverversionen der Song von Queen oft he Stone Age einzuspielen. Er folgte dabei dem Konzept von Nouvelle Vague und lie\u00df die St\u00fccke von einer Reihe von verschiedenen S\u00e4ngerinnen, darunter so bekannte wie Emiliana Torrini oder Skye von Morcheeba, interpretieren. Im Juni 2021 gab Oliver Libaux im Rahmen eines Auftritts in Dachau noch <a href=\"https:\/\/www.curt.de\/muenchen\/nouvelle_vague_musiksommer\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">ein Interview f\u00fcr den M\u00fcnchener Kulturblog \u201eCURT\u201c.<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr August\/September war eine US-Tour geplant, die wegen der Corona-Pandemie auf 2022 verschoben wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Oliver Libaux wurde am 28. September tot in seinem Haus aufgefunden \u00dcber die Todesursache wurde nichts bekannt. Oliver Libaux wurde 57 Jahre alt.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Jahr 2019 war Nouvelle Vague zuletzt in Hamburg zu Gast und trat dort im Mojo Club auf.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe loading=\"lazy\" title=\"Nouvelle Vague 2019 Hamburg live in concert (R.I.P. Oliver Libaux)\" width=\"500\" height=\"281\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/QMbte-_wiI8?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/nouvellevaguemusic.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Webseite von Nouvelle Vague<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Anfang Oktober meldete Nouvelle Vague auf Facebook, Instagram und ihrer Webseite den Tod von Oliver Libaux. Oliver Libaux, am 5. 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