{"id":668,"date":"2017-05-02T23:00:01","date_gmt":"2017-05-02T21:00:01","guid":{"rendered":"http:\/\/www.andreschulz.de\/wordpress\/?p=668"},"modified":"2017-05-17T22:49:14","modified_gmt":"2017-05-17T20:49:14","slug":"robert-fischers-erster-sieg-gegen-boris-spassky","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.andreschulz.de\/wordpress\/2017\/05\/02\/robert-fischers-erster-sieg-gegen-boris-spassky\/","title":{"rendered":"Robert Fischers erster Sieg gegen Boris Spassky"},"content":{"rendered":"<p>In meinem\u00a0&#8222;Das gro\u00dfe Buch der Schachweltmeisterschaften&#8220; (New in Chess, 2014) \u00a0habe ich eine Chronologie der 46 Weltmeisterschaftsk\u00e4mpfe von 1886 bis 2014 ver\u00f6ffentlicht, wobei es mir\u00a0nicht darum ging, die Dramatik der eigentlichen Wettk\u00e4mpfe am Schachbrett zu beschreiben &#8211; das wurde f\u00fcr die meisten\u00a0Matches ja bereits in den einschl\u00e4gigen WM-B\u00fcchern geleistet. Diese\u00a0konzentrierten sich\u00a0auch zumeist auf die Ereignisse in den Partien selbst und lieferten dazu mehr oder weniger gute Analysen. Die Vorgeschichten und Geschehnisse abseits des Brettes wurden\u00a0oft\u00a0nur am Rande gestreift. Diese waren aber das, was mich ganz besonders\u00a0interessierte. Zu jedem Wettkampf habe ich aber trotzdem eine kommentierte Schl\u00fcsselpartie hinzugef\u00fcgt, weil mir ein Schachbuch ganz ohne Schachpartien dann doch zu seltsam erschien.<\/p>\n<p>Im\u00a0Unterschied \u00a0zu anderen WM-K\u00e4mpfen ist die Vorgeschichte und sind die Begleitumst\u00e4nde des &#8222;Jahrhundertwettkampfes&#8220; (gemeint ist das 20. Jahrhundert) zwischen Robert James Fischer und Boris Spasski in Reykjavik 1972 in verschiedenen Quellen sehr gut dokumentiert.\u00a0Auch die Partien\u00a0wurden gut und gr\u00fcndlich von mehreren Kommentatoren analysiert.<\/p>\n<p>F\u00fcr meine Kommentare zu den Schl\u00fcsselpartien der einzelnen WM-K\u00e4mpfe habe ich die zeitgen\u00f6ssischen Analysen durchgesehen und\u00a0mit Hilfe einer Schachengine auf Korrektheit \u00fcberpr\u00fcft. Viele historische Partien wurden lange nicht mehr durchgesehen und die Schachengines entwickeln sich st\u00e4ndig weiter. Gelegentlich konnte ich\u00a0eine Entdeckung machen.\u00a0So hatte Fischer\u00a0in der 3. Partie des Wettkampfes die M\u00f6glichkeit zu einem Figurenopfer, das ihm einen sehr starken K\u00f6nigsangriff eingebracht h\u00e4tte. Zur Verteidigung h\u00e4tte Spasski einige &#8222;einzige&#8220; Z\u00fcge finden m\u00fcssen. Das Figurenopfer wurde von den zeitgen\u00f6ssischen Kommentatoren wie Svetozar Gligoric gesehen, aber untersch\u00e4tzt, weil sie danach einen starken Zug \u00fcbersahen.<\/p>\n<p>Fischers St\u00e4rke war sein strategisches Verst\u00e4ndnis. Er \u00fcberspielte seine Gegner dank seines tiefen Schachverst\u00e4ndnisses. Auf taktische Abenteuer lie\u00df Fischer sich nicht ein. Und so verzichtete er auch auf diese taktische M\u00f6glichkeit, die er sicher gesehen hatte, aber als nicht\u00a0gut genug verwarf. Die zweite Entdeckung betrifft\u00a0Spasskis Verteidigungs-Ressourcen.\u00a0Erst ganz zum Schluss neigte sich die Partie zu Fischers Gunsten:<\/p>\n<div class='chessboard-wrapper'><pre style='display:none;'><textarea id='pgn4web_e4e132bb' style='display:none;' cols='40' rows='8'>   [Event \"World Championship 28th\"]  [Site \"Reykjavik\"]  [Date \"1972.07.16\"]  [Round \"3\"]  [White \"Spassky, Boris V\"]  [Black \"Fischer, Robert James\"]  [Result \"0-1\"]  [ECO \"A77\"]  [WhiteElo \"2660\"]  [BlackElo \"2785\"]  [Annotator \"Andr\u00e9 Schulz\"]  [PlyCount \"82\"]  [EventDate \"1972.07.11\"]  [EventType \"Wettkampf\"]  [EventRounds \"21\"]  [EventCountry \"ISL\"]   {Die Situation vor der Partie war folgende: Fischer hatte die erste Partie  durch einen riskanten Gewinnversuch in Remisstellung verloren und war zur  zweiten Partie nicht erschienen, die damit kampflos ebenfalls f\u00fcr Spasski  gewertet wurden. Fischer lag somit nach zwei Partien 0:2 zur\u00fcck.} 1. d4 Nf6 2.  c4 e6 3. Nf3 c5 4. d5 exd5 5. cxd5 d6 6. Nc3 g6 7. Nd2 {Diesen Zug muss Wei\u00df  sowieso sp\u00e4ter machen, um seinen Bauern e4 zu decken. Hier ist der Sd2 etwas  flexibler als das sofortige e4, weil Wei\u00df eventuell Sc4 und Lf4 mit Angriff  auf den Bauern d6 droht und au\u00dferdem Schwarz die M\u00f6glichkeit nimmt, die  Variante mit Lg4 zu spielen.} ({Bei der \"normalen\" Zugfolge} 7. e4 Bg7 8. Be2  O-O 9. O-O {hat Schwarz die Extra-M\u00f6glichkeit.} Bg4) 7... Nbd7 ({Die  Alternative} 7... Bg7 8. Nc4 ({Zur Hauptvariante f\u00fchrt} 8. e4) 8... O-O 9. Bf4  Ne8 {war Spassky aus eigener Praxis bekannt:} 10. Qd2 b6 11. e3 Ba6 12. a4 Bxc4  13. Bxc4 Nd7 14. O-O Ne5 15. Be2 f5 16. e4 a6 17. exf5 gxf5 18. Bg3 Qd7 19. f4  Ng6 20. Rab1 Ra7 21. b4 Bxc3 22. Qxc3 Qxa4 23. bxc5 bxc5 24. Ra1 Qd7 {1\/2-1\/2  (24) Donner,J-Spassky,B Leiden 1970}) 8. e4 ({Auf} 8. Nc4 {k\u00e4me nun einfach}  Nb6) 8... Bg7 9. Be2 O-O 10. O-O Re8 11. Qc2 {Spassky spielt einen bis dato  nur selten angewandten Zug.} ({Die Alternative} 11. a4 {war zum Beispiel aus  einer fr\u00fcheren Partie Fischers bekannt:} Ne5 12. Qc2 g5 13. Nf3 Nxf3+ 14. Bxf3  h6 15. Bd2 a6 16. Be2 Qe7 17. Rae1 Qe5 18. Kh1 Qd4 19. f3 Nh5 20. Nb5 axb5 21.  Bxb5 Qe5 22. Bc3 Qe7 23. Bxe8 Qxe8 24. Bxg7 Kxg7 25. b4 cxb4 26. Qb2+ Qe5 27.  Qxb4 Nf4 28. Rd1 b6 29. Rf2 Nd3 30. Qxb6 Nxf2+ 31. Qxf2 Rxa4 32. Kg1 Ra1 33.  Qe1 Ra2 34. Qg3 Qb2 35. h4 Ra1 {0-1 (35) Gligoric,S-Fischer,R Palma de  Mallorca 1970}) ({Das aggressive} 11. f4 $5 {war bis zum Zeitpunkt der Partie  nur sehr sporadisch gespielt worden.}) 11... Nh5 $5 {Das war eine Neuerung  Fischers. Schwarz nimmt \u00fcberraschenderweise die Entwertung seiner  Bauernstruktur am K\u00f6nigsfl\u00fcgel in Kauf.} ({Bekannt war aus einigen Partien  von Istvan Bilek} 11... Nb6 {z.B.:} 12. Bf3 Bd7 13. a4 Rb8 14. a5 Nc8 15. Nc4  Bg4 16. Bxg4 Nxg4 17. Bf4 Qd7 18. h3 Ne5 19. Bxe5 Bxe5 20. Nxe5 dxe5 21. f4  exf4 22. Rxf4 Nd6 23. Raf1 b6 24. axb6 axb6 25. Qf2 Rb7 26. Qh4 Qe7 27. Qxe7  Rbxe7 28. Rf6 Rd8 29. Na4 Nxe4 30. Rxb6 Rxd5 31. Re1 Rde5 32. Rc6 h5 33. Nc3  Nxc3 34. Rxe5 Rxe5 35. bxc3 Rf5 36. Ra6 Kg7 37. Ra4 Kf6 38. Kh2 Ke5 39. Kg3 Kd5  40. Kh4 Rf2 41. g4 hxg4 42. hxg4 Rf3 43. c4+ Kd4 {0-1 (43) Pietzsch,W-Bilek,I  Kecskemet 1962}) ({Sp\u00e4ter spielte man} 11... a6 12. a4 Ne5) ({oder} 11... Ne5)  12. Bxh5 ({Die Alternativen waren:} 12. g3 Ne5 13. f4 Ng4 14. Nc4 Bxc3 {  war ein Vorschlag von Byrne. Nach} (14... Bd4+ $5 15. Kg2 Ngf6) 15. bxc3 b5 {  kann Wei\u00df aber mit} 16. f5 {Gegenspiel am K\u00f6nigsfl\u00fcgel einleiten, da dort  nun der schwarzfeldrige L\u00e4ufer fehlt.} gxf5 (16... bxc4 17. Bxg4 Ng7 (17...  Nf6 $2 18. fxg6 fxg6 19. Bxc8 Rxc8 20. Bg5 Rf8 21. Rf3 Rc7 22. Raf1 Rcf7 23.  Qe2 $18) 18. fxg6 hxg6 19. Be2 {mit besseren Perspektiven f\u00fcr Wei\u00df.}) 17.  exf5 Nhf6 18. Bg5 h6 19. Bh4 Nxh2 20. Kxh2 bxc4 21. Rae1 {mit besseren  Aussichten f\u00fcr Wei\u00df.}) (12. f4 Bd4+ 13. Kh1 Ndf6 $11 {mit der Idee Sg4  (Purdy)}) ({Auf} 12. Rd1 Nf4 13. Bf1 Ne5 14. Nc4 {schlug Smyslow} g5 $1 {vor.})  12... gxh5 13. Nc4 ({Bei der folgenden Schacholympiade in Skopje, im Oktober  des gleichen Jahres, spielte Gligoric} 13. a4 Ne5 14. Nd1 $1 Qh4 15. Ne3 Ng4  16. Nxg4 hxg4 17. Nc4 Qf6 (17... g3 $5 18. fxg3 Qxe4 19. Qxe4 Rxe4 20. Nxd6 Re5  21. Nxf7 Rxd5 22. Nh6+ Kh8 $11) 18. Bd2 Qg6 19. Bc3 Bxc3 20. bxc3 b6 ({Nach}  20... f5 21. f3 Bd7 {kommt Wei\u00df mit} 22. e5 dxe5 23. fxg4 Qxg4 24. Nd6 {  in Vorteil.}) 21. Rfe1 Ba6 22. Nd2 Re5 {und kam nach} 23. f4 gxf3 $6 (23... Rh5  $5) 24. Nxf3 {in Vorteil.} Rh5 25. Qf2 Qf6 26. Re3 Re8 27. Rae1 Qf4 28. e5 dxe5  29. Re4 Qf6 30. Qg3+ Kh8 31. Nxe5 Rg8 32. Rg4 Rxg4 33. Nxg4 Qg6 34. c4 Rf5 35.  Nh6 Rf6 36. Re8+ Kg7 37. Rg8+ Kxh6 38. Qh4+ {1-0 (38) Gligoric,S (2575)  -Kavalek,L (2555) Skopje 1972}) 13... Ne5 14. Ne3 ({Byrne schlug} 14. Nxe5 Bxe5  15. Be3 {vor. Nach} Qh4 16. g3 Qf6 {hat Schwarz Gegenspiel im Zentrum und am  K\u00f6nigsfl\u00fcgel. Die Chancen stehen gleich.} 17. f4 (17. f3 h4) 17... Bxc3 18.  bxc3 Bf5) 14... Qh4 15. Bd2 (15. f3 $1 {(Byrne) festigt das Zentrum und  verhindert Sg4.}) (15. Nb5 Qe7 16. a4 a6 17. Nc3 Bd7 $5 ({oder} 17... Qh4 {  was mit dem Einschub a6 und a4 zur Partie f\u00fchrt.}) 18. a5 Ng4 19. f3 Nxe3 20.  Bxe3 h4 $11) 15... Ng4 ({Weniger verpflichtend als} 15... Nf3+ $5 16. gxf3 Be5  17. Rfc1 {Byrne sah die wei\u00dfe Stellung nun als gewonnen an, doch Schwarz hat  noch ein paar Pfeile im K\u00f6cher und Wei\u00df muss sehr genau spielen, um die  Stellung zu halten:} Qh3 18. Nf1 (18. a4 $4 Bxh2+ 19. Kh1 Bg3+ 20. Kg1 Qh2+ 21.  Kf1 Qxf2#) (18. Be1 $4 Bxh2+ 19. Kh1 Re5 20. f4 Bxf4+ 21. Kg1 Rg5+ 22. Ng2  Qxg2#) (18. f4 Bxf4 19. Nf1 Be5 20. Ne2 (20. Re1 Qg4+ 21. Kh1 Qf3+ 22. Kg1 Bh3  23. Ne3 Qf4 24. Ng2 Qg4 25. Kf1 Bxg2+ 26. Kg1 Bh3+ 27. Kh1 Qg2#) (20. f4 Qg4+  21. Kf2 (21. Kh1 Qf3+ 22. Kg1 Bh3 {mit starkem Angriff.}) 21... Bd4+ 22. Be3  Qxf4+ 23. Ke2 Bg4+ 24. Kd2 Qf3 25. Re1 {mit guter Kompensation f\u00fcr die Figur.}  ) 20... Bg4 21. Bf4 Bf3 22. Ne3 Bd4 $19) 18... Qxf3 19. Qd1 Qh3 20. f3 Kh8 21.  Qe2 Rg8+ 22. Kh1 Rg6 (22... b6 23. Nb5 Ba6 24. a4 Bxb2 25. Bc3+ Bxc3 26. Rxc3  $18) 23. Nb1 $5 f6 (23... Bxb2 $2 24. Bc3+ $18) (23... b6 $2 24. Bc3 Ba6 25.  Bxe5+ dxe5 26. Qf2 $18) 24. Bc3 Bf4 25. Bd2 (25. Rc2 Bd7 26. Na3 (26. Nbd2 Bb5  $19) 26... Rag8 27. Ne3 b5 $19) 25... Be5 $11) 16. Nxg4 hxg4 17. Bf4 ({In  Betracht kam stattdessen} 17. Ne2 $5 {und nun:} Bf5 (17... f5 18. Ng3 fxe4 (  18... Be5 {mit der Drohung f5-f4} 19. exf5 Rf8 20. Bc3 $5 {und nun scheitert} (  20. f4 $2 Bd4+ 21. Kh1 Rf6 {mit der Drohung Th6 oder Dg3.} 22. Rfe1 (22. Be1  Rh6 $19 {Purdy}) 22... Rh6 (22... Qxg3 23. Re8+ Kg7 24. Qe4 Be6 25. Rxe6 Qh4)  23. Nf1 Qf2 24. Re3 Bd7 25. a4 Rf8 $19) (20. Rfe1 Bxf5 21. Qb3 $15 (21. Nxf5 $2  Qxh2+ $19)) 20... Rf6 $2 (20... Bxf5 $11) 21. Bxe5 Rh6 {an} 22. f4 gxf3 23.  Rxf3 dxe5 24. h3 $18) 19. Rfe1 {mit der Idee 20.Lc3 (Smyslov)}) 18. Ng3 (18.  exf5 Rxe2 19. Rae1 Rae8 20. g3 Qd8 21. Qd3 Rxe1 22. Rxe1 Rxe1+ 23. Bxe1 Qe7 24.  Bc3 Bxc3 25. bxc3 h5 {mit etwas besserem Endspiel f\u00fcr Schwarz.}) 18... Bg6 19.  Rae1 $11) 17... Qf6 18. g3 $6 {Nach diesem Zug l\u00e4sst sich der wei\u00dfe f-Bauer  nicht mehr gut mobilisieren - eine Ursache daf\u00fcr, dass Wei\u00df sp\u00e4ter  Schwierigkeiten hat, aktives Spiel zu finden.} ({Spielbar waren} 18. Bg3 h5 19.  f3 $5 {(Byrne)} (19. Nb5 $5 {(Cholmov)}) 19... h4 20. fxg4 Qe7 21. Bf4 Bxg4 22.  Rae1 $11) ({oder} 18. Qd2 {(Smyslov)} Qg6 19. Nb5 $5 {mit der Idee} Rxe4 20.  Rfe1 Rxe1+ 21. Rxe1 Bd7 22. Nxd6 $11) 18... Bd7 {mit der Idee b5} 19. a4 b6 (  19... a6 $5 20. a5 Bb5 $5) 20. Rfe1 (20. a5 $6 b5) 20... a6 21. Re2 $6 ({  Besser war} 21. Ra3 b5 (21... Qg6 $5) 22. axb5 axb5 23. Rxa8 Rxa8 24. e5 $11) (  {Oder} 21. Qd3 Qg6 $11) 21... b5 22. Rae1 ({Nach} 22. axb5 axb5 23. Rxa8 Rxa8 {  scheitert} 24. e5 {ebenfalls gut ist} dxe5 ({an} 24... Ra1+ 25. Kg2 dxe5 26.  Rxe5 (26. Bxe5 Qh6 $1) 26... b4 27. Ne4 Qa6 $19) 25. Rxe5 b4 26. Ne2 (26. Ne4  Ra1+ 27. Kg2 Qa6 {mit der Drohung Df1#}) 26... Qg6 $19 {(Byrne)}) 22... Qg6 {  Verhindert den geplanten Vorsto\u00df e4-e5 durch Fesselung des Bauern.} 23. b3 Re7  ({Nach} 23... Bxc3 24. Qxc3 bxa4 25. bxa4 Bxa4 26. e5 {(Byrne) kommt Wei\u00df zu  Gegenspiel.}) 24. Qd3 Rb8 {Droht bxa4 gefolgt von Tb3 mit schwarzem Vorteil  (Byrne)} 25. axb5 axb5 {Es droht 26... b4 und 27... Lb5} (25... Bxb5 $6 26.  Nxb5 {verschenkt den schwarzen Vorteil (Byrne)} axb5 $11) 26. b4 ({Nach} 26.  Nd1 {h\u00e4lt Schwarz mit} Rbe8 {den Vorteil fest.} ({Im Falle von} 26... b4 {  hat Wei\u00df die Ausrede} 27. Qa6 Bb5 28. Qxd6 $11)) 26... c4 (26... cxb4 27. Na2  {bringt Schwarz nichts ein.}) 27. Qd2 Rbe8 28. Re3 ({Nicht} 28. Bg5 $4 Bxc3 29.  Qxc3 Qxg5 $18) 28... h5 (28... Bxc3 29. Qxc3 Rxe4 30. Rxe4 Rxe4 31. Rxe4 Qxe4  32. Qf6 {(Byrne) r\u00e4umt Wei\u00df Gegenspiel ein.}) 29. R3e2 Kh7 ({M\u00f6glich war  gleich} 29... Bxc3 $5 {(Byrne)} 30. Qxc3 Rxe4 {f\u00fchrt zu Partie:} 31. Rxe4 Rxe4  32. Rxe4 Qxe4) 30. Re3 Kg8 31. R3e2 Bxc3 32. Qxc3 Rxe4 33. Rxe4 Rxe4 34. Rxe4  Qxe4 35. Bh6 {Wei\u00df hat noch Gegenspiel auf den schwarzen Feldern. Au\u00dferdem  muss Schwarz aufpassen, beim Tausch der Damen nicht in einem Remisendspiel mit  ungleichen L\u00e4ufern zu landen.} (35. Bxd6 Qxd5 {gefolgt von Lc6, gewinnt  (Byrne)}) ({Die Alternative war} 35. Qf6 Qb1+ 36. Kg2 Bf5 {Droht Le4 nebst  Matt.} 37. Bd2 (37. Qg5+ Bg6 38. Bd2 (38. Bxd6 f6 39. Qxf6 Be4+ 40. f3 Qc2+ 41.  Kf1 Qd1+ 42. Kf2 Qd2+ 43. Kf1 Bd3+ 44. Kg1 Qe1+ 45. Kg2 Qf1# {(Alexander)})  38... Qd1 39. Qe3 Be4+ 40. Qxe4 (40. f3 gxf3+ 41. Kf2 Qh1 42. h4 Qg2+ 43. Ke1  Qxg3+ $19) 40... Qxd2 41. Qe8+ Kg7 {Wei\u00df hat kein Schach mehr und der  schwarze c-Bauer l\u00e4uft zur Dame.}) 37... Qd3 38. Qg5+ Bg6 39. Qe3 Be4+ 40. Kg1  Qb1+ 41. Be1 f6 42. f3 gxf3 43. Kf2 Qb2+ 44. Bd2 Kg7 {und gewinnt.}) 35... Qg6  36. Bc1 (36. Qe3 Kh7 37. Bf8 {(Alexander)} c3 38. Qf4 (38. Bxd6 Qb1+ 39. Kg2  Bf5) 38... c2 39. Be7 Bc8 40. Bd8 Bb7 $19) ({Z\u00e4her war} 36. Bd2 f6 {usw.})  36... Qb1 37. Kf1 $6 ({Besser war} 37. Qe1 f6 38. Bd2) 37... Bf5 38. Ke2 Qe4+  39. Qe3 Qc2+ ({Nicht} 39... Qxd5 $4 40. Qg5+ {(Byrne) mit Dauerschach.}) ({  Das Endspiel nach} 39... Qxe3+ $2 40. Kxe3 {w\u00e4re wegen der ungleichfarbigen  L\u00e4ufer remis.}) 40. Qd2 Qb3 41. Qd4 $2 {M\u00f6glicherweise verliert erst dieser  Zug die Partie.} ({Nach} 41. Ke1 {ist kein forcierte Gewinnweg f\u00fcr Schwarz zu  finden:} c3 42. Qg5+ Bg6 43. Qd8+ Kh7 44. Qxd6 c2 {Es droht Dc3 nebst Matt.}  45. Qf4 Qxd5 46. Qd2 Qh1+ 47. Ke2 Qf3+ ({Nicht etwa} 47... Qxh2 $4 48. Qh6+ Kg8  49. Bb2 {und nun wird Wei\u00df Matt.}) 48. Ke1 Qe4+ 49. Kf1 f6 50. Kg1 (50. Qd7+  Kg8 51. Qd8+ Kg7 52. Qd2 Bf7 53. Bb2 Bc4+ 54. Kg1 Bd5 55. Qg5+ Kh7 56. Qxh5+  Kg8 $19) 50... Bf7 51. f3 gxf3 52. Kf2 {und anscheinend hat Wei\u00df hier eine  Festungsposition eingenommen. Ein forcierter Gewinn f\u00fcr Schwarz ist nicht zu  sehen. Bei seinen Angriffen muss Schwarz immer aufpassen, dass er nicht in  einen Gegenangriff auf den dunklen Feldern rennt.}) 41... Bd3+ $1 (41... Bd3+  42. Ke1 (42. Kd2 Qc2+ 43. Ke1 Qxc1#) (42. Ke3 Qd1 $1 43. Qb2 Qf3+ 44. Kd4 Qe4+  45. Kc3 Qe1+ $1 {mit der Idee 46... De5#}) 42... Qxb4+ $19) 0-1   <\/textarea><\/pre><iframe src='http:\/\/www.andreschulz.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/embed-chessboard\/pgn4web\/board.html?am=l&amp;d=3000&amp;ig=f&amp;iv=0&amp;ih=s&amp;ss=26&amp;ps=d&amp;pf=d&amp;lch=F6F6F6&amp;dch=E0E0E0&amp;bbch=E0E0E0&amp;hm=b&amp;hch=ABABAB&amp;bd=c&amp;cbch=F0F0F0&amp;ctch=696969&amp;hd=j&amp;md=f&amp;tm=13&amp;fhch=000000&amp;fhs=14&amp;fmch=000000&amp;fcch=808080&amp;hmch=E0E0E0&amp;fms=14&amp;fcs=m&amp;cd=i&amp;bch=FFFFFF&amp;fp=13&amp;hl=t&amp;fh=700&amp;fw=p&amp;pi=pgn4web_e4e132bb' frameborder='0' width='100%' height='700' scrolling='no' marginheight='0' marginwidth='0'>your web browser and\/or your host do not support iframes as required to display the chessboard; alternatively your wordpress theme might suppress the html iframe tag from articles or excerpts<\/iframe><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>In meinem\u00a0&#8222;Das gro\u00dfe Buch der Schachweltmeisterschaften&#8220; (New in Chess, 2014) \u00a0habe ich eine Chronologie der 46 Weltmeisterschaftsk\u00e4mpfe von 1886 bis 2014 ver\u00f6ffentlicht, wobei es mir\u00a0nicht <a class=\"mh-excerpt-more\" href=\"http:\/\/www.andreschulz.de\/wordpress\/2017\/05\/02\/robert-fischers-erster-sieg-gegen-boris-spassky\/\" title=\"Robert Fischers erster Sieg gegen Boris Spassky\">[&#8230;]<\/a><\/p>\n<\/div>","protected":false},"author":1,"featured_media":317,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[13],"tags":[24,25,29,28,27,26],"class_list":["post-668","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-schach","tag-bobby-fischer","tag-boris-spassky","tag-das-grosse-buch-der-schachweltmeisterschaften","tag-match-des-jahrhunderts","tag-reykjavik-1972","tag-schachweltmeisterschaft"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.andreschulz.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/668","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.andreschulz.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.andreschulz.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.andreschulz.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.andreschulz.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=668"}],"version-history":[{"count":13,"href":"http:\/\/www.andreschulz.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/668\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":698,"href":"http:\/\/www.andreschulz.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/668\/revisions\/698"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.andreschulz.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media\/317"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.andreschulz.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=668"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.andreschulz.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=668"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.andreschulz.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=668"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}